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Der Turm der Maerrila Bearbeiten

Der Turm der Maerrila, benannt nach der Hexe, die dort gelebt haben soll oder noch immer lebt, steht genau mittig an der Grenze zwischen der girkonischen Halbinsel und der Republik Abliviaro. Ursprünglich wohl eine Grenzbefestigung der Arbener, gilt der Turm seit über eintausend Jahren als verflucht.

Lage Bearbeiten

Der Turm liegt direkt an einer der alten Hauptstraßen nach Girkonia, die das Land von Norden nach Süden durchzieht. Diese ist jedoch seit dem Fluch nicht mehr wirklich in Gebrauch. Nur einige wagemütige Händler benutzen diese, wenn sie die Route durch Dyronnia oder Orbenieto vermeiden wollen.

Der Turm selbst liegt auf einem Hügel und kein Baum behindert die Sicht von diesem. Das umgebende Land ist sumpfig, nur der gepflasterte Weg bietet einen festen Untergrund. Erstaunlicherweise ist dieser in tadellosem Zustand, auch wenn er seit mehreren Jahrtausenden nicht mehr gepflegt wurde.

Die Sage Bearbeiten

"Einst begab es sich, dass die Zauberin Maerrila, welche entweder eine Elfin aus dem Fürstentum Thevanaun oder eine Menschenfrau aus dem Königreich Thylionis war, durch das Land der Girkonier und der Arbener ging, um den Menschen zu helfen. Sie heilte Krankheiten und half den Menschen bei der Ernte. Gerade als es regnete und sie verschmutzt den Acker eines alten Mannes bestellte, ritt ein junger Adliger an ihr vorbei und verliebte sich in sie. Geschmeichelt von seinem Angebot zu ihm an den Hof zu kommen, besuchte sie ihn drei Mal hintereinander, aber nur alle einhundert Tage. Als sie am vierhundertsten Tag nicht erschien, schickte der Adlige, krank vor Sehnsucht, seine Männer los, um sie zu ihm zu bringen. Doch sie fanden sie nicht. Ein Jahr waren sie unterwegs und verschleppten viele Frauen, doch es war nie die richtige dabei. Wütend heuerte er Hexenjäger an, damit diese sie fanden. Doch auch sie brauchten ein Jahr und brannten dabei viele Dörfer nieder und töten hunderte von Frauen. Als diese erfolglos zurückkehrten, heuerte der Adlige mit seinem letzten Geld, einen Hexenmeister an, der, begleitet von einer Horde Söldnern, das Land durchforsteten, um sie zu finden. Als dann auch Städte brannten, offenbarte sie sich ihm nach einem Jahr. Sie hatte im Dorf vor seiner Burg gelebt und hatte auf ihn gewartet. Wütend befahl er seinen Mannen sie zu töten, doch sie floh, nicht jedoch ohne Schäden. Ein Schwertstreich hatte sie das Augenlicht gekostet. Blind flüchtete sie vor den Häschern, doch sie konnten die "Hexe" nun fangen. Sie schlugen ihr die Hände mit einer Axt ab und brachen ihr die Schultern mit einem Hammer. Doch in der Nacht konnte sie fliehen. Sie fand den Turm und als die Häscher sie dort sahen, befahl sie ihnen zu verschwinden. Doch sie taten es nicht. Ein Schrei entfuhr ihr und sie flüchtete in den Turm und zauberte den Schutzschild, der jedes Lebewesen davon abhielt diesen zu betreten. Doch ein Pfeil flog vor der Vollendung durch den Schild und durchbohrte ihr schon gebrochenes Herz. Seitdem soll die Zeit im Turm stillstehen. Als Rache für diese Pein, war jeder, der ihr zu Nahe kam, damit gestraft, dass Flammen ihn vernichteten und sein Wasser zu Pech wurde."

- "Die Sagen Südlourynars", Professor Doktor Tysterlich Reynholst, Universität von Nalderia. Band II