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Der Leiermann Bearbeiten

Der Leiermann ist ein geheimnisumwobenes Wesen, welches zu Zeiten großer Not in den nördlichen Gebieten Middeliens auftaucht, oft in Gestalt eines alten Mannes ohne Schuhe und mit grauem Haar. Er taucht ausschließlich im Winter auf, stellt sich sichtbar mit seiner Leier auf einen Platz und spielt. Hunde und Erwachsene erfüllt sein Lied mit Angst und soll in den Ohren schmerzen, aber Kinder werden von dieser Melodie angezogen, wodurch sie von ihren Eltern eingesperrt werden, damit sie nicht zu ihm gehen. Ein Kind, das ihm eine Münze auf seinen Teller legt, wird nie wieder gesehen, nachdem es mit ihm in der Dunkelheit verschwunden war.

Deutung Bearbeiten

"Der sogenannte Leiermann, eine Sage der einfältigen Bevölkerung Nordmiddeliens, soll die Kinder vor einer drohenden Gefahr retten und sie von ihren Eltern trennen. Oft genug fürchten sich die Eltern aber davor, dass er ihren Kindern Leid antut und sie verspeist. Selbstverständlich sind solche Gestalten eine Ausgeburt der wahnhaften Phantasie der Bauern, die sich abends an Feuer solche Geschichten erzählen, um sich zu unterhalten." - Autharris von Brennlichsort, Abgeordneter der "freien Ritter" und Beauftragter für Volkssagen